aula für Schulen

Wie kann meine Schule mitmachen?

Je nach Betreuungsbedarf und verfügbaren Mitteln gibt es unterschiedliche Arten der Implementierung von aula

1. Eigenständig

Sowohl die Software als auch das didaktische Begleitmaterial stehen als offene Bildungsressourcen kostenlos zur Verfügung (Lizenz AGPLv3  bzw. CC-BY). Mithilfe der zur Verfügung stehenden Leitfäden können Sie aula selbstständig an Ihrer Schule einführen. Für einzelne Fragen ist unser Team natürlich per Email erreichbar.

Falls Sie die Software nicht selbst hosten können, bieten wir Hosting an. Das bedeutet: Wir installieren die Instanz von aula, warten und pflegen die Server und achten auf Datenschutz. Das kostet im Moment pro Instanz 10€ monatlich. Schreiben Sie uns dafür gern an info@aula.de.

2. Ausbildung von Multiplikator*innen

Auch wenn aula selbstständig und kostenlos umgesetzt werden kann, ist Hilfestellung von außen sehr zu empfehlen. Wir bieten deshalb an, an der Schule Multiplikator*innen auszubilden, die das Projekt dann mit größerer Kompetenz an ihrer Schule verankern können.

Multiplikator*innen sind zum Beispiel drei Lehrer*innen und drei Schüler*innen, die Workshops besuchen und dann wiederum Einführungsstunden an ihrer Schule halten.

Die Ausbildung umfasst:

  • Zwei Präsenzworkshops ODER drei Onlineworkshops, in denen die Grundlagen von aula vermittelt und Konzepte für die jeweilige Schule entwickelt werden
  • Einen Administratorworkshop zum technischen Umgang mit aula
  • Betreuung in den Arbeitsphasen zwischen den Workshops
  • Die Einrichtung der Infrastruktur und Hosting
  • Einen vereinbarten Zeitraum für Softwaresupport
  • Natürlich unser gesamtes Material und die Software

Die Kosten der Ausbildung können sich je nach Format auf etwa 2500 bis 4000€ belaufen. Bei Bedarf schicken wir die Kosten gern aufgeschlüsselt zu. Es ist möglich, mehrere Schulen gemeinsam auszubilden, ohne dass Mehrkosten entstehen. Entsprechend ist hier besonders Finanzierung vom jeweiligen Land oder anderen externen Träger*innen praktisch.

3. Intensivere Begleitung

Eine intensivere Begleitung lohnt sich vor allem für Pilotschulen. Am Anfang des Projekts besuchen wir die Schule und stellen das Projekt dort vor. Wir schulen Multiplikator*innen, arbeiten intensiver in der Projektgruppe mit und können in einzelnen Klassen die Einführung machen. Wir vereinbaren eine Betreuung sowohl für Softwaresupport, als auch für inhaltliche Hilfe für einen festen Zeitraum. Den genauen Umfang und die entstehenden Kosten können wir dabei individuell absprechen.

Voraussetzungen

  1. Interesse
    aula lässt sich am besten mit der ganzen Schulgemeinschaft umsetzen. Es sollen nach Möglichkeit alle Schüler*innen einbezogen sein. Auch Schulleitung, Eltern und Kollegium sollten hinter aula stehen.
  2. Zeit Insbesondere zu Beginn der Nutzung von aula sollte genug Zeit für die Einführung eingeplant werden. Darüber hinaus beansprucht aula auch regelmäßige Zeiten. Optimal ist eine Stunde pro Woche, während der die Schüler*innen jeder Klasse Zeit bekommen, um Ideen zu besprechen, in Themen zu sortieren, Wahlkampf zu machen und sich gedanklich Zeit für die Gestaltung ihrer Schule zu nehmen.
  3. Mut
    aula kann die Schulkultur nachhaltig verändern. Das ist nicht immer einfach und erfordert Durchhaltevermögen und den Willen, neue Wege zu beschreiten. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass nicht alle Dinge laufen wie geplant. Dabei steht Ihnen das aula-Team selbstverständlich mit Rat und Tat zur Seite.
  4. Freiraum
    aula setzt voraus, dass Schüler*innen einen hohen Gestaltungsspielraum haben, um relevante Themen diskutieren und entscheiden zu können. Schulleitung und Schulkonferenz müssen sich bereit erklären, der gesamten Schülerschaft diesen Spielraum einzuräumen.
  5. Endgerät und Internetzugang
    aula ist von jedem Computer, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang aus nutzbar. Im besten Fall gibt es ausreichend Computer oder mobile Endgeräte, dass alle Schüler*innen einer Klasse gleichzeitig daran arbeiten können. Durch die aula-App wird aber gerade auch die asynchrone Beteiligung außerhalb der “aula-Stunden” gefördert.

Ganztagsschulen

aula ist besonders für den Einsatz an Ganztagsschulen geeignet. Für keine andere Schulform gilt so sehr, dass sie Lebensmittelpunkt der Jugendlichen ist. An einer Ganztagsschule gibt es mehr Entscheidungen, die zu ihrer Gestaltung getroffen werden können, als an einer Vormittagsschule, die hauptsächlich auf den Unterricht konzentriert ist. Die Erfolgserlebnisse mit aula sind daher schneller sichtbar und die Gestaltungsfreiheit größer.

Gerade in Hinsicht auf die Entwicklung eines kindgerechten Nachmittags gibt es keine bessere Möglichkeit, als Kinder unmittelbar selbst an der Entwicklung der Räume, Zeiten, Regeln und Aktivitäten zu beteiligen.