Was ist aula?

„aula – Schule gemeinsam gestalten“ ist ein innovatives Beteiligungskonzept, das Schülerinnen und Schülern aktive Mitbestimmung im Schulalltag ermöglicht.
Mithilfe einer Online-Plattform und didaktischer Begleitung (siehe Material→)  fördert aula demokratische Praktiken und Kompetenzen.
Wer gute und umsetzbare Vorschläge ausarbeitet und Mehrheiten organisiert, kann so Dinge verändern. Schülerinnen und Schüler lernen auf diese Art und Weise, dass sie mit Engagement und Verantwortung den Lebensraum Schule gestalten und verändern können. Damit vereint aula mediale Bildung mit politischer Bildung und unterstützt die Grundlage für mündige politische Beteiligung in einer digitalisierten Welt.

Wer ist beteiligt?

aula ist ein Projekt von politik-digital e.V.  Es wurde entwickelt mit freundlicher Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung und technisch umgesetzt mit Hilfe von Liquid Democracy e.V. 

Mehr zu „Wer wir sind“ →

Ziel des Projektes

aula möchte es Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen ermöglichen, in einem festen, vorher vereinbarten Rahmen eigene Ideen für die Gestaltung ihres Schulumfelds zu entwickeln, Mehrheiten dafür zu finden und die Umsetzung zu beschließen. Dabei werden sie didaktisch begleitet, um den Prozess zu reflektieren und die Verbindung zwischen Alltagsentscheidungen und demokratischer Verantwortung zu entdecken. Das fördert in Jugendlichen nicht nur eine Reflektion über eigene Wünsche, sondern auch über eigene Kompetenzen und deren Grenzen, sowie über die Kompetenzen anderer.

 Ziele von Aula

  • Welche Kompetenzen fördert aula?
  • Zielgruppe
  • Kosten
  • Zeitaufwand
  • Wie funktioniert die Beteiligung konkret?

Welche Kompetenzen fördert aula?

aula ist ein komplexes Projekt, das ein breites Spektrum an Kompetenzen fördern kann. Voraussetzung dafür ist immer die ausreichende Reflexion der Praxis in einem begleiteten Rahmen (z.B. Unterricht). aula lässt sich gut an viele in Curricula geforderten Kompetenzziele anschließen, speziell in den Fächern Deutsch und Politik/Sozialkunde. Auch fachübergreifende Sozial- und Selbstkompetenzen werden ausgebaut. Dies betrifft ganz besonders die Bereiche der demokratischen Bildung und der Medienbildung.

Kompetenzgrafik

Die rechte Spalte der Grafik umfasst dabei jene Kompetenzbereiche, die die Kultusministerkonferenz in ihrem Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ (2016) als Voraussetzung  für soziale Teilhabe in  der  digitalen  Welt bezeichnet. In diesem Strategiepapier wurden sechs dafür relevante Kompetenzbereiche identifiziert und verbindlich gemacht. In dieser PDF finden Sie eine Übersicht dieser Kompetenzfelder und geht darauf ein, wie die einzelnen Bereiche mit Hilfe von aula gestärkt werden können.

Zielgruppe

aula ist konzipiert für den Einsatz in allen weiterführenden Schulen in den Klassen 5-13. Zur Zeit gibt es vier Pilotschulen, die mit ausführlicher Anleitung, Workshops und monatlichen Besuchen bis zum Sommer 2018 begleitet werden. Im Optimalfall wird das Projekt in den Schulalltag integriert und so die gesamte Schulgemeinschaft mit einbezogen. Es ist aber auch möglich aula von einem Teil der Schülerinnen und Schüler, stufenweise oder mit einzelnen Kursen zu nutzen. Eine Erweiterung ist jederzeit möglich. [Wie mache ich mit?→]

Kosten

Sowohl die Software als auch das didaktische Begleitmaterial (siehe Material→) werden nach Ende der Pilotphase als offene Bildungsressourcen zur Verfügung stehen (Lizenz AGPLv3  bzw. CC-BY).

Die Finanzierung von nicht kostenlosen Ideen sollten sich Schülerinnen und Schüler als Teil des didaktischen Konzepts selbst organisieren.

Um eine optimale Einführung von aula zu gewährleisten, entstehen Kosten für Technik (Einrichten, Hosting und Wartung der Plattformen) und Personal (Durchführung der Einführungs-Workshops, Unterstützung bei den ersten aula-Stunden, Reflexions-Workshops). Diese Kosten wollen wir ungern durch die Schulen selbst finanzieren, sondern sind zur Zeit auf der Suche nach Partnern, mit deren Hilfe wir ein zentrales Hosting und persönliche Betreuung für Schulen anbieten können.

Wenn Sie Hilfe dabei anbieten können, schreiben Sie bitte an info@aula.de

Zeitaufwand

aula beansprucht regelmäßige Zeiten. Optimal ist eine Stunde pro Woche, während der die Schülerinnen und Schüler jeder Klasse Zeit bekommen, um Ideen zu besprechen, in Themen zu sortieren, “Wahlkampf” für sie zu machen und sich gedanklich Zeit für die Gestaltung ihrer Schule zu nehmen. Dies kann im Unterricht passieren, kann aber auch Teil außerunterrichtlicher Aktivitäten sein. Optional lassen sich diese Stunden aber auch seltener, zum Beispiel einmal monatlich durchführen.

Das Verfahren

Nachdem ein Vertrag mit der Schulkonferenz geschlossen ist, können Schülerinnen und Schüler über die Online-Plattform eigene Ideen einstellen, diskutieren, ausarbeiten und abstimmen. Wie genau das funktionert, erfahren Sie hier→

Erklärvideo: Marina Weisband über aula

 

 

 

5 Gedanken zu “Was ist aula?

  1. Ute Plass schreibt:

    „aula möchte es deswegen SchülerInnen der weiterführenden Schulen ermöglichen, in einem festen, vorher vereinbarten Rahmen eigene Ideen für Gestaltung zu entwickeln, Mehrheiten dafür zu finden und die Umsetzung zu beschließen. Dabei werden sie im Laufe eines Jahres didaktisch begleitet, um den Prozess zu reflektieren und die Verbindung zwischen Alltagsentscheidungen und demokratischer Verantwortung zu entdecken.“

    Wieso wird „aula“ nur an sog. weiterführenden Schulen praktiziert?

    Werden Schülerinnen und Schüler unterstützt und befähigt in der Wahl dessen, was sie lernen
    und lehren wollen?

    • Klaus schreibt:

      Tolle Initiative! Zu Schulzeiten bereits zum mündigen politisch aktiven Bürger befähigt zu werden ist ein Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

      Vermutlich fordern diese Schüler im Erwachsenenalter die gleiche Teilhabe und Transparenz in der „großen“ Politik ein :-))

      Viel Erfolg –

      Klaus.

      @Ute: Weiterführende Schulen sind die Schulen, die sich an die Grundschule anschließen. Warum stört Dich diese Einschränkung?

  2. Fred Hagemeistet schreibt:

    Super-Idee mit eingebautem Praxis-Test‘ So sind Änderungen an „idealistischen“ Konzepten immer dann möglich, wenn sie empirisch gut begründet und für die Mehrheit der Betroffenen „Akteure“ nachvollziehbar und praktikabel sind.

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